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Synthesegas aus Kalk und Kohlenstoffträgern
16.02.2012Die Innovation des Verfahrens besteht darin, dass in einem Gegenstromvergaser verschiedenste Kohlenstoffträger unter Beigabe von Kalk bei hohen Temperaturen zu Synthesegas umgewandelt werden. Kalk dient dabei sowohl als Trägerstoff als auch als schadstoffbindendes Material. Deswegen können bei dem Verfahren prozessbedingt keine organischen Schadstoffe, wie beispielsweise Dioxine und Furane, entstehen. Diese bilden sich zwangsläufig in den sonst üblichen Verbrennungsprozessen anderer Verfahren und machen dort eine aufwendige Rauchgasreinigung erforderlich.
Fossile Ressourcen schonen und gleichzeitig CO2-Ausstoss reduzieren
Damit siegte das Projekt in der Kategorie «Prozessinnovationen für den Klimaschutz». Die unter dem Namen «Ecoloop» entwickelten Anlagen können in Zukunft unterschiedlichste industrielle Prozesse ergänzen und den Verbrauch fossiler Ressourcen sowie den CO2-Ausstoss reduzieren. Die Kenntnisse des Kalkproduzenten über Brennprozesse in Schachtöfen und über die Herstellung von Kalk sind die Basis dafür, diese Zukunftstechnologie weiter zu entwickeln. Daher errichtet die Projektgesellschaft die erste grosstechnische Anlage direkt in einem Harzer Kalkwerk in der Gemeinde Oberharz am Brocken, wo das hochreine Synthesegas als wertvoller Energieträger effizient eingesetzt werden kann. Die Technologie sieht vor, energieintensiven Industrieprozessen, den neuartigen Gegenstromvergaser mit zirkulierendem Reaktionswanderbett vorzuschalten. (Ko)

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